Urlaubszeit: Andere Länder, andere (Schokoladen-)Sitten

In einigen Bundesländern haben die Sommerferien schon begonnen, in anderen ist es bald soweit. Für sechs Wochen sind die Schulen menschleer und die Ranzen stehen in der Ecke. Viele Familien nutzen die freie Zeit, um die Koffer zu packen und auf Reisen zu gehen. Neben Strand oder Bergen, berühmten Sehenswürdigkeiten oder dem Besuch im Freizeitpark, stehen auch kulinarische Erlebnisse auf dem Freizeitplan vieler Urlauber. Getreu dem Motto „andere Länder, andere Sitten“ genießen Feinschmecker gerne die Spezialitäten des Reiselandes – so auch Schokolade.

Doch allein in Europa sind die Schokoladenvorlieben ziemlich verschieden und als Urlauber sollte man sich darauf einstellen. Die Belgier zum Beispiel lieben Pralinen und Meeresfrüchte aus Nougat, während die Franzosen dunkle Schokolade mit kräftigen Aromen favorisieren. Ganz anders mögen es die Engländer: Süße Milchschokolade und Schokoladenriegel mit geringem Kakaoanteil schmecken ihnen am besten. Im Süden mag man es mundgerecht. Zu den Schokoladenfavoriten der Italiener zählen kleine handliche Schokolädchen. Auch in Deutschland, sind regionale Unterschiede festzustellen. Die Süddeutschen bevorzugen Vollmilchschokolade, während man im Norden gerne die bitteren Sorten verspeist.

Die unterschiedlichen landeseigenen Vorlieben haben sich über viele Jahrhunderte entwickelt. Als 1502 Christoph Kolumbus erstmals die Schokolade nach Europa gebracht hat, entstanden im Laufe der Zeit nationale Produkte, weil jedes Land eigene Verarbeitungstechniken mit verschiedenen Zutaten entwickelte. Ob Nougatpralinen, dunkle Schokolade oder süße Vollmilchriegel, die Reisezeit im Sommer bietet sich an, um verschiedene Variationen kennenzulernen und neue Geschmackserfahrungen zu machen. Aber eines ist überall gleich: Egal in welcher Ausprägung, Schokolade bleibt ein hochgeschätztes Gut, das auf der ganzen Welt mit Freude verzehrt wird.